Aurora hat den Himmel über Durlach zum Leuchten gebracht

„Aurora“ – Bläserphilharmonie Durlach in St. Peter und Paul**

Es war einer jener Abende, an denen Musik nicht nur erklingt, sondern einen ganzen Raum zum Leuchten bringt. Die Kirche St. Peter und Paul in Durlach war bereits lange vor Konzertbeginn bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Bläserphilharmonie Durlach unter der Leitung von Peter Wüstner ihr Jahreskonzert unter dem Motto „Aurora“ präsentierte. Über 50 Musikerinnen und Musiker boten ein Programm, das mitreißend, berührend und stellenweise überwältigend wirkte – ein musikalisches Nordlicht, das sich über den Kirchenraum legte.

Ein strahlender Auftakt: „Chariots of Fire“

Mit der berühmten Titelmelodie aus „Chariots of Fire“ eröffnete das Orchester den Abend. Die einführenden Worte betonten den olympischen Gedanken – Freundschaft, Respekt und Verbundenheit – und setzten einen bewegenden, hoffnungsvollen Startpunkt für das Konzert.

Nordlicht in Klangfarben – „Aurora Borealis“

Einer der atmosphärisch intensivsten Momente folgte mit „Aurora Borealis“. Die begleitenden Erläuterungen zu Mythen und Geschichten rund um die Polarlichter – von indigenen Kulturen bis zur nordischen Sagenwelt – ließen die Zuhörerinnen und Zuhörer tief in die faszinierende Welt dieses Naturphänomens eintauchen. Das Orchester malte die schimmernden Lichter mit Klangfarben, die den Kirchenraum wie einen nächtlichen Himmel erscheinen ließen.

Ein Solist blüht auf – „I’m Getting Sentimental Over You“

Mit großem Applaus wurde Posaunensolist Alexander Spachholz empfangen. Sein ausdrucksstarkes Spiel verwandelte die bekannte Jazzballade in einen sehr persönlichen Höhepunkt. Die kleine Hintergrundgeschichte, wie er das Stück einst aus reiner Begeisterung selbst erlernte, verlieh dem Auftritt zusätzliche Wärme und Authentizität.

Liebe, Mythen und Abenteuer

Mit „The Glory of Love“ zeigte das Orchester seine lyrische Seite, bevor mit „Excalibur“ die Welt der Artus-Sage zum Leben erwachte. Rhythmische Energie, packende Erzählkraft und ein voller, sinfonischer Bläserklang ließen die Zuhörerinnen und Zuhörer in ein musikalisches Abenteuer eintauchen, das die Spannung über den gesamten Kirchenraum hinweg spürbar machte.

Irische Poesie in warmen Tönen – „May the Road Rise“

In „May the Road Rise“ trat Teresa Habura mit ihrer Violine in den Mittelpunkt. Die Verbindung aus irischer Tradition, feinem Solo und dem warmen Klang des Orchesters schuf einen bewegenden, fast schwebenden Moment. Das Publikum genoss die Ruhe und Poesie dieses Stücks sichtlich.

Von Superhelden bis Zeitgeist – „Superman“ und „Forever Young“

Mit „Superman“ brachten die Musikerinnen und Musiker die kraftvolle, ikonische Musik von John Williams mitreißend zum Klingen.
Anschließend führte „Forever Young“ auf eine Reise durch vier Jahrzehnte Popgeschichte – von den 1980ern bis in die Gegenwart. Das Orchester transportierte nicht nur den nostalgischen Glanz des Songs, sondern auch die überraschend zeitlose Botschaft, die heute wieder stark an Bedeutung gewinnt.

Ein Finale der Gemeinsamkeit – „We Are the World“

„We Are the World“ bildete den emotionalen Abschluss des offiziellen Programms. Die Botschaft von Zusammenhalt, Mitgefühl und gemeinsamer Verantwortung erfüllte die Kirche und schuf einen Moment tiefer Verbundenheit, der das Publikum sichtbar berührte.

Standing Ovations und zwei Zugaben

Nach den letzten Takten erhob sich das Publikum zu Standing Ovations, die minutenlang anhielten. Als Zugabe folgte der soulige Klassiker „Respect“, kraftvoll und energiegeladen interpretiert. Den finalen Ausklang bildete das traditionelle „Guten Abend, gut Nacht“, das mit dem Gesang des ganzen Kirchenschiffs den Abend friedvoll und warm abrundete.

Ein Konzert, das bleibt

„Aurora“ war weit mehr als ein Konzert.
Es war ein Abend voller Geschichten, Leidenschaft und musikalischem Leuchten – getragen von einem Orchester, das mit Hingabe, Energie und Herz spielt.

Ein Abend, der zeigte:
Musik verbindet. Musik bewegt. Musik strahlt.

Vielen Dank

  • unserem wunderbaren Publikum
  • unserem musikalischen Leiter Peter Wüstner
  • unseren Musikerinnen und Musikern der Bläserphilharmonie Durlach
  • unseren Helfern
  • unserer Moderatorin Andrea Wüstner
  • für die Fotos an Marie-Louise Löper und Samuel Degen

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